Infos für Eltern und Patienten

Eine
angeborene Spalte im Lippen- oder Gaumenbereich ist eine der häufigsten kindlichen Fehlbildungen und wohl so alt wie die Menschheit selbst.

Ein
einzelner Auslöser ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass sich bei einem ungünstigen Zusammenspiel von erblicher Veranlagung und Schwangerschaftsfaktoren eine solche Fehlbildung, sozusagen entgegen dem normalen Programm, durchsetzt. In Europa ist etwa jedes fünfhunderste Kind davon betroffen.

Jedes
embryonale Gesicht besteht aus mehreren Wülsten und dazwischen liegenden Furchen. Eine Lippenspalte entsteht nun, wenn diese früh angelegten Furchen in der 5-6 Embyronalwoche nicht herauswachsen es verbleibt am Ende der Schwangerschaft eine Lippenspalte, oder Lippen-Kieferspalte. Im Gaumenbereich nähern sich in der 8-9 Embryonalwoche von beiden Seiten Wülste aufeinander zu um in der Mitte zu verschmelzen. Falls dies nicht programmgemäss abläuft verbleibt eine Spalte. Dies kann isoliert den hinteren Anteil des Gaumens betreffen (weicher Gaumen = Gaumensegel) oder zusätzlich den vorderen, knöchernen Anteil betreffen (harter Gaumen). Es besteht dann eine Verbindung zwischen Nasen- und Mundhöhle.

Mit den folgenden Informationsseiten möchten wir Ihnen einen ersten Einblick in das Basler Behandlungskonzept «all-in-one» geben. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen in unserer Spaltsprechstunde gerne zur Verfügung.

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